Der Junggesellenabschied von Frank Bender
Alles begann am 30.8.2001 um 19:15 Uhr (viertelachte) vor unserem Hotel, wo sich Thomas, Markus, Uli, Wilfried, Jens, Helmut und Frank einfanden. Frank bekam eine Junggesellen-Scherpe und eine Krone ohne Zacken, damit er nicht mit dem König von Mallorca oder dem Prinzen von Zamunda verwechselt werden konnte.

Auf dem langen Weg in die Kasseler Innenstadt machten wir als erstes an einer Tankstelle und versorgten uns zunächst mit einigen Dosen nicht gekühltem Köpi. Damit Frank nicht in Versuchung kam sein ganzes Geld zu verprassen nahmen wir ihm erstmal sein Portemonai ab trugen ihm Aufgaben auf, mit denen er u. a. auch Geld verdienen konnte. So war seine erste Aufgabe das wischen von Autoscheiben. Mit erfolgt verdiente er sich hier seine ersten 2,00 DM (das entspricht ca. 1 Euro).


100 Meter weiter erreichten wir die erste Bierkneipe. Wiederum wurden 6 Pils geordert und er erhielt die Aufgabe ein Kondom zu besorgen. Da niemand der Kneipenbesucher im Besitz eines solchen waren, sah sich unser Held genötigt erneut nach Geld zu bettelen. Fluchs waren weitere 2 DM zusammengesammelt.
Der aussenwändig angebrachte Automat akzeptierte allerdings nur 5 DM-Stücke, also musste er sich auch noch das fehlende Geld zusammenbetteln. Nach 5 Minuten erschien Frank voller Stolz und zog eine 4er Packung. Um sich für die Spendierfreudigkeit der Gäste zu bedanken verschenkte er ruckzuck 2 Kondome an selbige.
Die nächste Aufgabe ein Kondom über seinen Kopf zu ziehen und Aufzublasen scheiterte kläglich an einem Materialfehler. Dieses nahmen wir zum Anlass und brachen auf.
Auf unserem weiteren Weg trafen wir einige attraktive junge Damen, denen Frank ein Küsschen entlocken musste und die sich auf seiner Scherpe verewigen durften. => Kein Problem für Frank!


Gegen 20:50 Uhr erreichten wir die Polzeistation Kassel-Wilhelmshöhe und Frank bekam die Aufgabe sich verhaften zu lassen. Hierbei wandt er einen Trick an. Er gaukelte dem Dienststellenleiter vor er sei ein Eierdieb und benötige Amtshilfe, da er sich nicht selbst verhaften könne.
Es dauerte keine 5 Minuten, da wurden Frank die Handschellen angelegt!

Um 21:00 Uhr liefen wir in den Bahnhof Wilhelmshöhe ein. Frank musste sich zunächst einen Eingangstempel an der Fahrkartenauskunft geben lassen, was prompt erledigt wurde.

Seine nächste Aufgabe war es, eine alte Fahrkarte zu besorgen. Frank brachte berechtigte Zweifel an dieser Aktion an, fürchtete er doch um seine Gesundheit, wenn er den aussteigenden Zugkästen die Frage stellen würde: "Entschuldigung ich hätte gerne ihre Alte ................... Fahrkarte"
Wir gaben ihm den Ratschlag, sich in der Redepause zu ducken, dann könne nichts passieren. Gesagt getan. Auf Gleis 9 fuhr um 21:08 Uhr der RE14530 aus Dillenburg ein. Es stieg allerdings nur eine Person aus, ohne Fahrschein (hatte nur ein Studententicket und wollte das nicht rausrücken, nichtmal für Frank!)
Als ersatz ließ er sich seine Krone durch eine Zugbegleiterin entwerten:

Doch schon um 21:12 Uhr fuhr auf Gleis 8 (einmal die Brücke hoch, über die Gleise und wieder runter im Sprint) der RE 12113 aus Hagen ein. Hier erhielt er endlich die so lang ersehnte Fahrkarte (14,70 DM)

Um 21:17 Uhr kamen wir an der Schließfachanlage des Bahnhofs vorbei. Da Frank unser wertvollstes Gut an diesem Abend war beschlossen wir ihn für die Zeit des Bahnhofsaufenthalts sicher wegzuschließen.

Um 21:22 Uhr fanden wir uns in der MIB Getränkebar im
Bahnhof wieder, wo fluchs 6 Pils und1 Korn bestellt wurden. Frank hatte die Aufgabe 1 DM
an einem der drei Daddel-Automaten zu vervielfachen. Nachdem er 90 Pfennig verloren hatte,
konnte er sein Restbudget von 0,10 DM ein einem Schlag auf 0,20 DM verdoppeln!!!!!
Da ein Spiel jedoch 40 Pfennig kostet, musste er sich noch 0,20 DM dazuleihen. Aber auch
hier zeigten sich die Bahnhofsbesucher sehr entgegenkommend.
Da er auch dieses Geld verlor, hatte er die Aufgabe wenigstens für eine kleine Mahlzeit zu sorgen. Um 21:33 Uhr fragte er in der Bahnhofsbäckerei nach einem Brötchen. Er erhielt von der Verkäuferin nur ein Kopfschütteln. Auf mehrfachem drängen und dem Einsatz sämtlicher Überredungskünste gelang es ihm doch ein Brötchen aus der Ausschußware (mit schwarzem Fleck) zu erhaschen.
Um 21:39 Uhr drohte die Scherpe in ihre Einzelteile zu verfallen. Am Auskunftsschalter wurde sie notdürftig zusammengetackert. Auf Anfrage erhielten wir aber auch noch eine gebrauchte Rolle Tesafilm für unterwegs als Pannenset. Frank verspürte den Wunsch eine Bahnhofsansage zu machen. Diese war aber lt. Auskunft der beiden netten DB-Bediensteten nicht möglich.
Wir verließen um 21:41 Uhr das Bahnhofsgebäude. Drauß fuhr gerade die Buslinie 51 ein und Frank ließ sich schnell eine Unterschrift des Busfahrers auf sein Brötchen geben.
Bei dem erwähnten Fleck auf dem Brötchen muss es sich um die Folgen eines Motorschadens im Brötchen gehandelt haben, da das Brötchen trotz mehrfacher Versuche nicht anspringen wollte. So sahen wir uns gezwungen Frank ins InterCity-Hotel zu schicken und nach einem Abschleppseil zu fragen. Abschleppseile waren aber gerade wohl aus, so erhielt er ein Set mit Nadel, Faden und Knöpfe.
Da die Zeit schon vorangeschritten war, sollte es Franks nächste Aufgabe sein, einen Termin mit den Modul-2-Bekanntschaften zu machen.

Es wurde für ca. 16 DM telefoniert, doch auch die Drohung Franks, er würde sich die Pulsadern mit einem Sesambrötchen aufreiben halfen nichts, da die junge Dame am anderen Ende keine Zeit hatte und für eine Prüfung lernen mußte.
Um 22:20 Uhr erreichten wir die Altberliner Destille. in der eine (sehr gute) Liveband spielte. Dort wurde zunächst das Brötchen mit einem Abschleppfaden versehen, wobei die beiden Knöpfe als Zugentlastung an der Brötchenkrume dienten.
Gegen 22:54 Uhr begann der Losverkauf. Frank hatte die Aufgabe 25 Lose zu je 1,00 DM, die in Eigenleistung gefertigt wurden, an die Kneipengäste zu verkaufen. Als Hauptgewinn winkte ein Cognac. Innerhalb von 15 Minuten waren alle Lose verkauft.


Im Anschluß fand auf der Bühne die Große Ziehung des
Hauptgewinns statt. Ein anwesender Notar, der im Nebenberuf Hoppymusiker war, überzeugte
sich vom ordnungsgemäßen Zustand des Ziehungsgerätes in Form einer alten Milchkanne.
DerGewinn entfiel auf die Losnummer 18!
Frank stieß mit der Gewinnerin mit einem Cognac auf diesen Hauptgewinn an.

Im Lauf des Abends hatte sich Frank mit 80 % der Kneipenbesucher angefreundet und war mit 87,6 % dieser perdu. Es soll nicht unerwähnt bleiben daß er dabei 14 Unterschriften und zahlreiche Küsschen einsammeln konnte.


Als er bei der netten Bedienung Miriam nach einem Kuß fragte erhielt er folgende Antwort:



Als letzte Aufgabe mußte Frank noch BHs einsammeln. Aber auch hier hatt er einen durchschlagenden erfolg. Ein roter und ein schwarzer waren seine fette Ausbeute, die er auf dem Tisch stehend präsentiert. Leider gibt es hiervon keine Bilder. Die BHs wurden übrigens an die Eignerinnen zurückgegeben.
So wurde noch bis 2:00 Uhr mit einigen HolländerInnen getanzt und getrungen bis man sich schließlich schweren Herzens von der Berliner Destille trennen mußte.


Auf dem Nachhauseweg wurden dann noch lautstark griechisch-norddeutsche Lieder gesungen: "Griechisches Bier" und dazu Sirtaki getanzt. Ein Abstecher in das örtliche Freibad sorgte für die nötige Abkühlung nach diesem doch sehr hitzigen Abend.
Wir freuen und schon auf unser nächstes Modul, wenn wir Wolfgangs 40ten nachfeiern können!!!!!!